impressum & datenschutzerklärung

Gruselige 90-er-Rave-Videos mit Armeen von steilen Schlaghosen und Billigzippern aus Camouflage-Plastik waren mir bekannt. Folgendes Video ließ mich jedoch zurecht neidisch zu der Erkenntnis den Kopf schütteln, dass in den 90ern einfach besser gefeiert wurde.

 

Von am
23. Oktober 2014
Permalink

Damals, als die Partys noch wirklich industrial waren: Es roch nach Kohlestaub, Schweiß und Sven Marquardt war noch nicht mal auf der Welt.

Berlin, Fernheizkraftwerk R¸derdorger Strafle, Kohlenverladebr¸cke

Von am
21. Oktober 2014
Permalink

Ich wünschte, ich könnte den Text verstehen. Macht aber nix: Absolut großartiger Song und dazu ein wunderschönes Beispiel irritierend schräger Musikvideo-Kunst. Es darf gelacht werden.

„BRAVO“ – meiner Meinung nach die vernachlässigste Popgruppe seit den legendären „Monks“ – den Tonsurträgern aus Gelnhausen – die als Anti-Beatles die Verliererversion der Musikgeschichte mit einer Glanzstunde transatlantischer Pop-Attitüde prägten.

Von am
13. Oktober 2014
Permalink

In einer Welt, in der I-Phones,  Dr. Dre – Kopfhörer und anderer ebenso teurer wie schrottiger Modemist wie warme Semmeln über die Ladentheken gehen, stimmt es traurig, welche großartigen Innovationen niemals die angemessene Beachtung der Öffentlichkeit genießen konnten. Heutiger Lanzenbruch: Das Fahrradmodell „Cavallo“ des Herstellers Hercules. Bereits in den 1950ern entwickelte der Flugezugingenieur Hans Günter Bals die Idee, mehr körperliche Energie zum Antrieb eines Fahhrads zu benutzen, als die Bewegung der Beine. Heraus kam der „Cavallo“(italienisch für „Pferd“), ging in den 70ern kurz in Serie und wurde kurz darauf auch schnell wieder vergessen. Völlig zu Unrecht, wenn der Anblick eines vorbeischaukelnden Cavallo-Reiters auch recht obskur aussehen mag. Schenkt uns eine Neuauflage, Hercules! Bitte, bitte, bitte!

Von am
6. Oktober 2014
Permalink

Der dieswöchige Rock’n Roll – Orden für rotzige Attitüde geht an die Death Metal Band „Plenty of Nails“, deren Schlagzeuger dem Bandnamen alle Ehre macht. Wie wird man nervige Konzertgäste los, die im überschwänglichen Suff meinen, Teil der Show zu sein? Ganz einfach: Ein zielsicherer Drummer und eine Sticktasche, die niemals leer wird, wie der Pfeilköcher von Legolas.

via Andi Rohde

Von am
5. Oktober 2014
Permalink

An die üblichen marktschreierischen Werbungen für dubiose Fickseiten à la „Für Männer kostenlos, wegen FRAUENÜBERSCHUSS!“, auf die man beim Surfen durch Streaming-Seiten und anderes halblegales stößt, bin ich gewöhnt. Eine gruselige Überraschung war kürzlich folgendes Pop-Up-Fenster mit der Einladung für ein Browser-Game, das den Eindruck vermittelt, genau an der richtigen Stelle ins Spiel einzusteigen: Die Party, die ausschließlich von heißen und/oder knappbekleideten Frauen und ein paar steilen Typen bevölkert ist, ist gerade am Runterkommen. Alle sind dicht und die Frauen warten natürlich schon seit Stunden auf einen frischen Schwanz, der sie endlich von der Warterei erlöst oder sind ohnehin schon so betrunken, dass ihnen eine kleine Vergewaltigung zwischendurch auch nicht viel ausmacht (je nachdem wie man ihren gelangweilten Gesichtsausdruck deuten mag). Danke, Internet. Ist das ekelhaft.

Bildschirmfoto 2014-09-30 um 22.49.20

Von am
1. Oktober 2014
Permalink

Es scheint mir, dass eine Debatte überfällig ist, die vielleicht geführt worden sein mag, aber wenn, dann nicht in der entsprechenden Schonungslosigkeit und der angemessenen Emphase. Es geht um ein Problem, das die meisten Mitteleuropäer_Innen betreffen sollte, die in sogenannten „Großstädten“ leben. Ein Problem, das aufgrund seines natürlichen physisch-direkten Zutagetretens schon längst zu einem Unmut, einem Protest – man mag auch einen boulevardjournalistischen „Skandal“ als meinungspolitisches Mittel legitimieren -, kurz: einem Aufschrei geführt haben sollte: Segways.
Segways sehen nicht nur scheiße aus und sind teuer, nein – mehr noch, sie sind peinlich. Es gibt nichts Peinlicheres, als eine Gruppe Betriebsausflügler, die unter leisem Surren des Elektromotors, steif wie aufgesteckte Besen in einer ordentlichen Reihe um eine Ecke fahren und über die an den Lenkmodulen angebrachten Lautsprecher den übers Head-Set-Mikrofon durchgegebenen Hinweisen des Stadtführers im ersten Segway lauschen.

Dies geht raus an die Menschheit: Lasst diesen Scheiß! Segways sind nicht cool und kein Mensch beneidet euch, wenn ihr mit Segways an ihnen vorbeidüst! Segways sind ein ästhetisches und damit soziales und moralisches Verbrechen.

segway

Von am
29. September 2014
Permalink

Für alle, die schon immer mal wissen wollten, was der Ausdruck „vor Begeisterung sprühen“ bedeutet: Schaut in die toten Kinderaugen der Jugendfeuerwehr Baden Stadt und ihr wisst bescheid. Frage mich nur, wer dieser „Jürgen“ ist, über den sie die ganze Zeit singen.

Von am
22. September 2014
Permalink

Fans von Undergroundkultur haben lange darauf gewartet, allen Anderen sei er wärmstens ans Herz gelegt: „AG Geige – Ein Amateurfilm“, diesen Sommer endlich erschienen. Der Dokumentarfilm erzählt die Geschichte der legendären DDR-Underground-Band „AG Geige“ aus Chemnitz (zu deren Kindern nicht nur das Avantgarde-Label raster noton zählen, sondern auch – ganz physisch – die Frontjungs von Kraftklub). Ein wunderschöner, kurzweiliger und trotzdem fundierter Einblick in die Subkultur der späten DDR mit interessanten Interviews, toller Musik und derart obskuren Lyrics, dass nicht einmal die DDR-Zensoren richtig wussten, wie sie diese Band einordnen sollten.

 

Kaufen kann man die DVD des Film im raster-noton-shop.

Von am
12. September 2014
Permalink

Dass die Berliner Polizei einem ein wenig suspekt sein sollte, ist ja spätestens seit dem Brunnenviertel-Rap klar. Dass die Jungs und Mädels einen anscheinend wirklich fiesen Humor haben, bewiesen sie gestern nochmal beim Tag der offenen Tür. Früh übt sich, wer mal im Staatsdienst tätig sein möchte.

Möglich durch Wordpress und Uberspace