impressum

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12. April 2015
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Es fällt mir ein Stein vom Herzen, dass das Neomagazin nach seinem Wechsel ins Hauptprogramm und der haarigen, aber nochmal-gut-gegangenen Entscheidung, mit Dendemann + Studioband die Show ein bisschen aufzupeppen (wo ein Aufpeppen gar nicht nötig gewesen wäre), dennoch nach wie vor in der Lage ist, ganz normales Fernsehen zu machen und nicht sofort seine subversive Pop-Clash-Schiene zugunsten des ZDF-Durchschnittspublikums angeglichen hat.

Zwar weniger sachorientiert, aber wie gewohnt mal wieder weitaus intelligenter, als alles was tagesschau & co. zum Thema Regierungswechsel in Griechenland und dem neuen medienpräsenten Finanzminister Yanis Varoufakis  zu sagen haben, kommentierten die Damen und Herren der Bildundtonfabrik mit folgendem brillianten Feuerwerk:

Der Moment, in dem man merkt, dass auf facebook absolut nichts mehr wirklich erschüttern kann.

#trueemotions #likeordie #hashtag

unfassbar :-(((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((???????????????)))))))))))))))(((((((((((((

21st-century

Von am
11. Februar 2015
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…und interessiert euch spannenderweise immer nur dann für Mohammed-Karikaturen, wenn jemand wegen einer von ihnen umgebracht wurde.

#tsgts

(Todernste Spaßversteher gegen die Totmachung von Satirikern)

Von am
9. Januar 2015
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Schwere Akne, unfreiwillige Komik und überschätzte Musikalität waren auf youtube eigentlich nie richtig out.  Dass der wohl kommende Thüringer-Klöße-Fritz / Hupen-Konni / Takeo Ischi – Internetheld Johannes Becht jedoch in folgendem Video eine flammende Ode an die Bizeps-Pump-Kultur schmettert, überrascht dann doch.

Nicht vergessen: Bei 300 Followern gibt’s den nächsten Song.

via Die Kirche des Bizeps

Von am
28. November 2014
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Wieder einmal hat sich das Neomagazin als eine der wenigen ernstzunehmenden Satire-Magazine in Deutschland bewiesen. Danke an Jan Böhmermann für folgenden Kommentar zu Bob Geldof, Campino und Allem, was zur Weihnachtszeit mal wieder in guter alter postkolonialer Manier an vulgärem Helfersyndrom in unserem kulturellen Selbstverständnis herumstinkt:

Wer sich nicht sparen kann, den Band-Aid-Aktivisten beim sich selbst Einwichsen zuzusehen – biddesehr:

Von am
27. November 2014
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Wär ich ehrlich – das wird mir glauben:

jeder der mich ernst versteht, –

dass das Schreiben dieser Zeilen

gegen ihre Logik geht.

Denn in ihrem Engagement

stehn sie – sagt der Titel schon –

dafür, manchmal Nichts zu tun

gepflegte „Prokrastination“.

Um zu verstehen, was ich meine

Bedarf es eines Leserschindens:

Ein kurzer Abriss des verkopften

deutschsprachlichen Zeitempfindens

Das „Präsens“ zeigt uns Alles das,

was dem Subjekt „jetzt“ zustößt.

Und wird – ist der Moment vorbei –

vom nächsten Tempus abgelöst.

Das „Futur I“ erzählt die Zukunft:

Alles, was „ab nachher“ ist.

Alles, was man zeitlich, gerne

mit der Floskel „später“ misst.

Im „Futur II“ passierten Dinge

die im Präsens noch nicht waren.

Dieses „Zukunftsperfekt“ hilft uns

So nen Geistesknick zu fahren.

Doch welche Zeit – nun kommt mein Punkt –

erzählt, was morgen gestern hätt‘ erledigt

werden

sollen

verschollen

im Zeitgefühl

Dings

Bums

vergessen

?!?

Zurück zum Punkt: Prokrastinieren

hätt‘ den alten Marx geehrt:

Ein Bewusstsein kritisch wie

historisch – so hat er’s gelehrt!

Voller Ideen, Zukunftsträume

kritisch stets im Präsens stehen.

Und zugleich der Blick zurück:

Alles schonmal scheitern sehen.

Ein Gespenst geht durch Europa

Das Gespenst heißt Joint und Sofa

Gedicht vorbei, mir fiel grad ein

„Hol endlich mal die Wäsche rein.“

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13. November 2014
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Endlich ist es da, das Smartphone auf das wir alle gewartet haben: Das No-Phone vereint ein elegantes Design mit einer Lösung all der Dinge, die uns an der Smartphone-Sucht auf die Nerven gehen: Ständiges Nachrichten-Checken, Bildschirm-Gestarre mitten im Gespräch, Selfie-Wahn und ätzende Klingeltöne. Wie? Ganz einfach: Das No-Phone ist nicht mehr als eine Kunstoffplatte zum Festhalten, Rumspielen und aus der Hosentasche ziehen.

photo-main

Ein Selfie-Upgrade gibts übrigens auch, in Form eines Spiegels, der sich auf die Bildschirmseite moniteren lässt.

Hier alle Vorzüge im Überblick:

Bildschirmfoto 2014-10-27 um 13.33.34

Und hier gehts zur bereits erfolgreichen Kickstarter-Kampagne

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27. Oktober 2014
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Bildschirmfoto 2014-10-25 um 23.39.07

Von am
25. Oktober 2014
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Dass Kultur- und im besonderen Musikkritik nicht nur im theoretischen (und oft konservativ hinabblickenden) Bereich funktionieren kann, sondern auch mithilfe des wunderbar progressiven Wesens der Parodie effektiv ist, haben mir zuletzt die wunderbaren Boiler-Room-Bilderstürme gezeigt.

Neuestes Fundstück: Ein wunderschöner und genauso böser wie ehrlicher Kommentar auf die Langweiligkeit der unambitionierten deutschen Unterhaltungsmusik:

Und ein weiterer Grund, Jan Böhmermanns politische Ambitionen Unterstützung erfahren zu lassen.

Von am
25. Oktober 2014
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